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> espacio Reisen > Reisebericht Peru

Peru - ein aufregendes Land größter Gegensätze

Alternatives und persönliches Reisen in Peru.

 Zur Einführung einige wenige Sätze zur Geographie von Peru: Das Land erstreckt über 2.414 km Küstenlinie und hat insgesamt 1.285.220 qkm  Landfläche. Es  ist nur wenig kleiner als Alaska und viermal so groß wie Deutschland. Peru hat  27.949.639 Einwohner und hat damit eine ganz geringe Bevölkerungsdichte

 . Im Vergleich dazu, die Bundesrepublik umfaßt 357,021 qkm, ist nur wenig kleiner als Montana und hat  83.251.850 Einwohner .

Peru  hat Grenzen mit Chile, Kolumbien, Ecuador und Brasilien. Der höchste Berg ist der Nevado Huascaran 6,768 m hoch. Der überwiegende Teil der Küste besteht aus einer völlig trockenen Steinwüste. Ein landschaftliches Wunder, da dort tatsächlich nichts wächst und das monotone Grau läßt Augen und Geist ganz schnell einschlafen und erschlaffen. Dieser Küstenwüste konnten die Menschen vor 2000 Jahre nur durch ein künstliches Bewässerungssystem Grün entlocken, um Kartoffeln, Mais und Weizen anbauen zu können.

Gleich hinter dieser mehrere Kilometer tiefen Steinwüste befinden sich die Anden, eines der höchsten und längsten Gebirge der Welt, das sich aber sehr von unseren Alpen unterscheidet: Es sind sanft geschwungenen Täler und Berge, die in keiner Weise die Rauheit, Zerklüftung und Steilheit der Alpen haben. Noch in 4.500 und 5.000 m Höhe grasen dort Lamas und Alpakas (diese sehen aus wie die weißen Highlandterrier hier in England, bloß erheblich größer), sowie Pferde. Es existieren in dieser Höhe Dörfer der Indios neben uralten Ruinen der Inkas und der Vor-Inka Kulturen. Es gibt auch in dieser Höhe noch Landwirtschaft.

 

Im Norden gibt es dann den totalen Gegensatz zu dieser endlosen Steinwüste des Südens und der Küste: Den Dschungel des Amazonas und ganz im Süden den Titicacasee, den höchsten Binnensee der Welt.

In 4.500 und 5.000 m Höhe grasen Lamas und Alpakas

 

Meine erste Reise innerhalb von Peru dauerte ca. 20 Stunden mit dem Autobus und führte mich nach Nasca, oder auch Nazca geschrieben. 
Bis ich aber nach Nazca kam, saß ich erst einmal endlose zähe Stunden im Autobus. Die Strecke war doppelt ermüdend, einmal wegen der Länge der Fahrt und dann vor allem wegen der Monotonie der Landschaft. Immer wieder ertappte ich mich dabei, zu bedauern, daß ich nicht doch wieder nach Mexiko gefahren war. Dort gibt es alle zwei Stunden eine Pause, Musiker kommen in den Bus und erheitern die Reisenden, es gibt Toiletten an den "Raststätten" und die dortigen Indios verkaufen Essen. Dort geht es zu wie bei uns zu Hause auf dem Jahrmarkt. Nichts dergleichen passierte mir jedoch in Peru. Aber alle peruanischen Mitreisenden waren freundlich, an Gesprächen interessiert, die einzige Abwechslung für sie, aber auch für mich.

Monotonie der Landschaft


Aber das änderte sich alles schlagartig, als wir in Nazca einfuhren. Nazca ist ein winziger Ort mit freundlichen Einwohnern. Nachdem in Lima jeder versucht hatte, mich übers Ohr zu hauen, stieß ich hier auf freundliche und hilfsbereite Menschen. Hier arbeitete die Deutsche Maria Reiche über 50 Jahre und vermaß die bis heute noch unerklärten Nazca Linien und Bilder, (wie den Astronauten, auf den sich Erich von Däniken in seinen Büchern bezog). Das Alter dieser Scharrbilder und Geoglyphen von Nazca kann auch heute noch nicht genau bestimmt werden und wird auf ca. 1200 Jahre geschätzt.  Über 100 geometrische Figuren, wie Spiralen, Linien und Menschen oder Tierzeichnungen lassen ein weites Spektrum der Interpretation zu.
Erich von Däniken und viele New-Age-Leute sprechen von bisher unentschlüsselten Botschaften des Universums. Maria Reiche spricht von einem astronomischen Kalender während Paul Kosok in diesen Zeichnungen das größte Astronomiebuch der Welt sieht.  Aufgrund der Arbeiten von Maria Reiche in Peru und auch Wilhelm von Humboldt in Süd-Amerika sind die Deutschen dort sehr beliebt.

Als erstes buchte ich einen Flug über die Nazca Linien. Es passen immer nur drei Menschen in eine so kleine Maschine und so bestieg ich später die Maschine mit einem jungen Pärchen aus Litauen. Beide sprachen kaum englisch und hatten große Angst während des Fluges in der "Winz-Maschine". Der  Flug war ein tief beeindruckendes Ereignis.

Über 100 geometrische Figuren, wie Spiralen, Linien und Menschen oder Tierzeichnungen lassen ein weites Spektrum der Interpretation zu.

Über 100 geometrische Figuren, wie Spiralen, Linien und Menschen oder Tierzeichnungen lassen ein weites Spektrum der Interpretation zu.


Während meiner Wartezeit auf das nächste freie Flugzeug, traf ich auf Pedro, einen "Unternehmer" aus Nazca, der mir in einem Gespräch einen ungewöhnlichen Ausflug anbot: eine Exkursion nach Cahuachi, der ältesten Nazca-Kultur. Ich hatte zwar keine Ahnung wovon Pablo redete, aber er machte einen sehr guten und ehrlichen Eindruck auf mich und vor allem wurde dieser Ausflug kaum angeboten. Also war ich neugierig und wollte sehen, wovon Pedro sprach. Der Ausflug sollte den ganzen Nachmittag dauern und gegen Mittag fuhren wir dann los. Meine Reisebegleiter waren Susy, eine junge Peruanerin, und Pablo, der Fahrer.

Wir verließen das Städtchen, bogen ab in die Steinwüste und für mich sah ab sofort alles gleich aus: Grauer Sand und nur grauer Sand, das kannte ich ja schon von der endlosen Wüstenfahrt nach Nazca.

Ich versuchte herauszufinden, woran sich denn der Fahrer orientierte und sah am Straßenrand rechts und links kleine Steinchen in einer Linie liegen, das waren dann die Wege. An einer Kreuzung gingen dann anstatt rechts und links nun 2 X 2 Steinlinien ab, die jeweils eine Strasse markierten.

am Straßenrand rechts und links liegen kleine Steinchen in einer Linie, das ist dann die Straße.


Die Fahrt beträgt zwar nur 35 km, dauert aber eine gute Stunde. Der Wagen kann in der Steinwüste nur langsam fahren, außerdem mußte der Fahrer an "Kreuzungen" mehrfach anhalten, um sich zu entscheiden, welche "Abzweigung", d.h. welche Steinlinie denn nun die richtige wäre.

Dann erreichten wir Cahuachi, eine wahre Wunderwelt, wie aus einem Science Fiction Film. In dieser grauen Steinwüste manifestierten sich plötzlich Reste von Gebäuden, Ruinen, Löcher im Boden, Treppen. Das alles war völlig unreal und nahm mich sofort gefangen.
Cahuachi gilt als das erste kulturelle Zentrum der Nazca Kultur, die vom 4. Jahrhundert vor Christus bis zum 4. Jahrhundert nach Christus dauerte. Der Name leitet sich ab von "gahuachi" bzw. "jahuachi", welches bedeutet "neugierig sein", aber auch, "sich einmischen", "mit etwas befassen". Das alles erklärte mir Susy, meine Reisebegleiterin. Na, dachte ich, hier in so einer ungewöhnlichen Umgebung kann man ja nur neugierig sein und man muß sich schon einlassen, einmischen, um in dieser Steinwüste ein kulturelles Zentrum aufbauen zu können.

 

In dieser grauen Steinwüste manifestierten sich plötzlich Reste von Gebäuden, Ruinen, Löcher im Boden, Treppen.

Das heutige archäologische Gebiet erstreckt sich über 25 Quadratkilometer, bestehend aus Tempel, Ruinen von Gebäuden und Friedhöfen. Das Gebiet liegt mitten in der riesigen Steinwüste des heutigen Perus. Das Wetter ist dort so trocken, daß es manchmal jahrelang nicht regnet. Die seit Jahrhunderten, wenn nicht seit Jahrtausenden bestehende Trockenheit in diesem Gebiet machte es möglich, daß Textilien, Tiere, menschliche Überreste wie Knochen und Skelette hervorragend erhalten bleiben. Das Zentrum liegt, wie schon gesagt,  ca. 35 km süd-westlich von Nazca mitten in der Wüste. Übernachtet werden kann in mitgebrachten Zelten.
Diese Holzpflöcke sind mehr als tausend Jahre alt und in einem Abstand von genau unserer Armbreite, wie man deutlich im Bild sehen kann. Über die Bedeutung des Zentrums sind sich die Archäologen noch nicht einig. Es könnte ein zeremonielles,  aber auch ein administratives Zentrum gewesen sein - oder vielleicht beides. Es besteht aus zwei Pyramiden aus Adobe, und besitzt große Plätze und Friedhöfe. In der näheren Umgebung von Cahuachi befinden sich mehrere Reihen von Holzpflöcken, die auf das Vorhandensein von Gräbern, bzw. von großen überdachten Gebäuden hinweisen. Diese gehören der späten Phase der Kultur Nazca an.

Diese Holzpflöcke sind mehr als tausend Jahre alt und in einem Abstand von genau unserer Armbreite, wie man deutlich im Bild sehen kann.

Es gab ein unterirdisches Bewässerungssystem. Viele der Zisternen existieren hier heute noch, führen allerdings kein Wasser mehr. In Cusco, der Hauptstadt der Inkas, aber auch in Machu Picchu und einigen anderen alten Stätten der Inkas und Nazca Kultur gibt es jedoch heute noch Wasserversorgungssysteme aus den Zeiten dieser alten Kulturen, die noch funktionieren und in Betrieb sind.  Machu Picchu hatte sogar ein hydraulisch arbeitendes Bewässerungssystem, welches bis zu einem El Niño Sturm vor einigen Jahren noch in Betrieb war.

Die alten Nazca-Menschen hatten aber nicht nur ein hervorragendes Bewässerungssystem entwickelt, sondern eine ebenso hervorragende Lagerhaltung und ein Beerdigungssystem.

Sie gruben vor ihren Häusern tiefe Löcher in den Boden: Einige dienten der Vorratshaltung, einige gehörten zum unterirdischen Bewässerungssystem und andere, außerhalb des Zentrum gelegen, dienten als Beerdigungsstätten. Es wurde auch unterschieden zwischen Vorratshaltung von Nahrungsmitteln oder Textilien Viele diese Löcher sind noch erhalten und in ihnen wurden dann die unversehrten Textilien, Tiere und Menschenreste gefunden.

Die Stätte ist sehr beeindruckend, für mich mehr als Machu Picchu. Es herrscht eine ungeheure Ruhe, während Machu Picchu überlaufen ist. Man erfährt eine völlig andere Dimension von Wüste, Steinen und den Zusammenhang einer solchen Umwelt mit Menschen. Menschen, die sich in jeder Umwelt, die uns heute als noch so feindlich erscheinen mag, ein Zuhause, eine Heimat errichten können.

tiefe Löcher für Vorratshaltung, Lagerung, Bewässerung oder Grabstätte

Es ist ja bekannt, das die Inuits ca. 20 verschiedene Begriffe für Unterschiede der Farbe weiß haben und auch viele unterschiedliche Begriffe für die Dimension Tief kennen.

 

Hier in Cahuachi habe ich ein neues Gefühl zu Steinen, der Farbe Grau und menschlichen Fähigkeiten erhalten. Susy ist eine hervorragende Führerin, sehr einfühlsam mit einer tiefen Liebe und Verständnis für ihre Kultur. Wenn Sie sich für Peru interessieren und nach Nazca fahren, rufen sie Susy an oder besuchen Sie Pedros Büro. Ein Ausflug nach Cahuachi wird Sie sicher sehr beeindrucken und lohnt sich in jedem Falle.

 

Hier sind Nummer und Adresse und ein Bild der beiden Kollegen und Freunde:

Susy S. Canchos Aragonés
Av. San Carlos No 399
Celular (Handy) 699520
e-mail: susynascaperu@hotmail.com

Susy spricht Englisch.

 

Pedro Alarcón Guerra
Aeroparacas
Jr. Lima No 185 Nasca
Tel. 034-521027, Fax: 034-672467
e-mail: airnascatravel@hotmail.com

Wenn Sie sagen, sie kommen über eine Empfehlung von mir, wird man ihnen gerne einen Rabatt geben.

Christa Muths

Susy und Pedro


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